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Kinderbibelabenteuerwochenende 2021 in Bettingen

Eingereicht von a.kirchhoff am 31. Jul 2021 - 13:49 Uhr

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„Die Menschen hatten verlernt, wertschätzend und rücksichtsvoll miteinander umzugehen“. Das ist nicht etwa eine Aussage zur aktuellen gesellschaftlichen Situation, sondern stammt aus einer Nacherzählung der Geschichte vom Turmbau zu Babel. Eigentlich sollt diese Geschichte schon im letzten Jahr das Thema vom Kinderbibelabenteuerwochenende in Bettingen sein, doch da musste diese schon zur Tradition gewordene Veranstaltung am 1. Juliwochenende pandemiebedingt ausfallen. Wie aktuell das damals gewählt Thema zu der heutigen gesellschaftlichen Situation passen würde, hatte damals noch niemand geahnt.

Auch in diesem Jahr war im Pfarrgarten hinter dem Gemeindehaus noch nicht alles möglich. Auf Übernachtungen in Zelten musste dieses Jahr verzichtet werden. Deshalb begann das Wochenende auch erst am Samstagmorgen. Zunächst war es für die 25 Kinder wenig besonders, fast wie in der Schule. In drei Gruppen setzten sie sich mit Maske und Abstand an Tische, um sich unter Aufsicht und Anleitung selbst auf das Corona-Virus zu testen. Erst als alle negativ getestet waren, kamen sie im großen Kreis auf der Wiese zusammen, setzten ihre Masken ab und das Abenteuer konnte beginnen.

Das Abenteuer, das waren in diesem Fall nicht unbedingt die biblischen Geschichten, die kreativen Workshops oder die Olympiade, die die 11 Mitarbeitenden vorbereitet hatten: Das Abenteuer, das war doch eher wieder einmal einen Tag lang ohne Masken und strenge Abstandsregeln sich als Gruppe erleben zu können. Und, so war es der Eindruck von Bezirksjugendreferent Alexander Kirchhoff, Abenteuer war für die Kinder auch, sich physisch wieder ausprobieren zu können. Sackhüpfen, Eierlaufen und Staffellauf sind schon etwas Besonderes nach dieser langen Zeit mit Schule am Computer und Beschränkungen beim Freunde treffen.

In unterschiedlichen Gruppen sahen sich die Kinder verschiedene Bibelgeschichten an, um daran zu sehen, wie wir Menschen eigentlich nach Gottes Wunsch miteinander umgehen sollten. So zeigt „die Geschichte vom barmherzigen Samariter“, dass Helfen nicht von Geld oder Beruf abhängig ist, sondern vom Wollen und ein bisschen vom Können. Damit das Können kein Grund ist, Verletzten nicht zu helfen, lernten die Kinder gleich, wie man Verbände anlegt, Pflaster richtig klebt. Vor allem aber, dass Hilfe holen und sich um Verletzte kümmern jeder kann.

„Die Schöpfungsgeschichte“ gibt den Menschen den Auftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren. Bebaut ist sie ja schon ordentlich, aber das Bewahren vergessen wir immer wieder gern. Um das zu verdeutlichen, malten die Kinder dieser Gruppe zunächst ein wunderschönes Naturbild mit Fingerfarben, um anschließend die eine Hälfte des Bildes mit Müll zu bekleben. So wurde deutlich, wie es tatsächlich schon um unsere Erde steht. Welchen Müll wir vermeiden können und wie Mülltrennung zum Bewahren der Schöpfung beträgt, kam natürlich auch nicht zu kurz.

Mit den „Arbeitern im Weinberg“ beschäftigte sich die dritte Gruppe. Die Tagelöhner, die zu unterschiedlichen Tageszeiten zur Arbeit im Weinberg eingestellt wurden, aber trotz unterschiedlich geleisteter Arbeit doch den gleichen Lohn bekamen schien erstmal ungerecht. Wie viel ungerechter erst geht es aber heute zu, wenn nicht nur unterschiedliche Berufe große Unterschiede in der Bezahlung haben, sondern sogar dieselbe Arbeit unterschiedlich entlohnt wird, je nachdem ob sie von einer Frau oder einem Mann, ob sie im Osten oder im Westen gemacht wird. Und dann gibt es noch die vielen, die für ihre Arbeit und Mühe gar nichts bekommen. Also wurden für Mamas und Papas, Omas und Opas oder wer den Kindern sonst so einfiel, Lohntüten mit süßen Dankeschöns gebastelt.

All diese guten Leitlinien mündeten am Sonntag zum Abschluss in den Familiengottesdienst bei der Geschichte zum Turmbau zu Babel ein. Einige Kinder zeigten im pantomimischen Anspiel, wie das egoistische und selbstverliebte Verhalten der Menschen zur großen Zerstrittenheit führt. Anschließend stellte sie dar, wie das Leben nach Gottes Willen mit der Bewahrung der Schöpfung, dem helfenden Blick auf die Mitmenschen und gerechte Lebensgrundlagen eine Welt entstehen lassen, wie Gott sie für uns Menschen erdacht hat.

Beim anschließenden Flammkuchenessen tauschten Eltern und Kinder sich weiter aus, genossen den Abschluss eines besonderen Wochenendes und freuten sich schon auf das Kinderbibelwochenende im nächsten Jahr oder auf die Kinderfreizeit in den Sommerferien.

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