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Aktuelles

Bezirksjugendsynode zur "Zukunft 3.0"

Eingereicht von p.herold am 09. Apr 2019 - 08:33 Uhr

Die Frühjahrssynode der Bezirksjugend traf sich am 16. März in Waldenhausen im Gemeindehaus. Bezirksjugendpfarrerin Laura Breuninger begann mit einer Andacht. Schwerpunktthema war dieses Mal: Wie kann und soll Jugendarbeit in Zukunft aussehen? Die Landesjugendkammer hat zusammen mit der  Landesjugendsynode das Diskussionspapier „Zukunft 3.0“ auf den Weg gebracht. Bezirksjugendreferent Alexander Kirchhoff führte in das Thema ein. Alexandra von Lindern führte durch die Sitzung. Die Jugenddelegierten beschäftigten sich mit dem Diskussionspapier unter dem Aspekt, ob es für ihre konkrete Arbeit hilfreiche Impulse enthält.

Die fünf Themenbereiche „Sprachfähig im Glauben“, „Demokratie und Werte“, „Inklusion und Vielfalt“, „Digitale Lebenswelten“ und „Jugendarbeit in ländlichen Räumen“ wurden an fünf Tischen besprochen. Im Rahmen eines „World Cafe“ gab es an jedem Tisch einen Gastgeber, der den Prozess moderierte. Die Teilnehmer konnten je nach Belieben zwischen den einzelnen Tischen wechseln.

Im Anschluss an die Diskussion stellten die jeweiligen „Gastgeber“ die Ergebnisse vor.

Bezirksdiakonin Petra Herold erläuterte die Ergebnisse zum Thema „Sprachfähig im Glauben“. Wichtig ist, dass die Jugendlichen im Gemeindeleben ihre eigenen Erfahrungen einbringen und sich beteiligen können. In Gottesdiensten soll es Ausdrucksformen geben, die für Jugendliche ansprechend sind. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter sollten Fortbildungen besuchen, um neue Ausdrucksformen des Glaubens kennen zu lernen. Pfarrer sollen neuen Formen offen begegnen. Herold berichtete vom „See you“-Gottesdienst in Tauberbischofsheim. Beim See you-Gottesdienst gibt es für die Besucher die Möglichkeit, sich zu beteiligen und sich zum Thema zu äußern. Manche sagen, wofür sie dankbar sind, entzünden eine Kerze oder legen eine (Holz)Blüte in die Mitte.

Ekkehard Hüneburg, Vorsitzender der Bezirkssynode, berichtete über Demokratie und Werte.

Wertevermittlung und gesellschaftspolitische Themen sind Teil des Religionsunterrichtes und müssen es bleiben! Auch in der Konfirmanden- und Jugendarbeit sollen gesellschaftspolitische Themen aktuell aufgegriffen werden und in christlicher Perspektive diskutiert werden. Jugendliche sollen gestärkt werden, sich nach ihren Interessen und Fähigkeiten in der Demokratie zu beteiligen und einzubringen. Der Evangelischen Jugend sind Menschenrechte, Schutz von Minderheiten, Frieden und Nachhaltigkeit besonders wichtig. Dahinter stehen die christlichen Themen: Jeder Mensch ist Ebenbild Gottes, Nächstenliebe und Bewahrung der Schöpfung. In der Badischen Landeskirche gibt es die Arbeitsstelle „Frieden“, die Jugendliche als Friedensstifter ausbildet. Landesjugendreferent Stefan Maaß kann zu diesem Thema auch eingeladen werden.

Ute Schuhmacher, Religionslehrerin und Inklusionsberaterin im Kirchenbezirk Wertheim, berichtete von den Gesprächen an „ihrem“ Tisch zum Thema „Inklusion und Vielfalt“. Menschen mit besonderen Grenzen sollen wahr- und ernst genommen werden, allerdings nicht nur von ihrer Einschränkung her gesehen werden. Wie können Zugänge für bisher ausgeschlossene Kinder geschaffen werden? Niederschwellige Angebote sind notwendig. Wie kann es gelingen Offenheit und Empathie für alle in der Gruppe umzusetzen? Ein Förderschüler sagte: „Als Konfirmand muss ich im Gottesdienst einen Text lesen, doch ich kann das gar nicht.“ Eine Möglichkeit wäre hier eine niederschwellige Beteiligung der Konfirmanden im Gottesdienst, indem die Konfirmanden einen Psalm gemeinsam mit der Gemeinde sprechen. Zur Inklusion gehört eine leicht verständliche Sprache, auch im Gottesdienst. Religiöse Begriffe sind oft nicht verständlich wie z.B. Buße tun. Besser wäre Reue zeigen und sich anders verhalten als bisher. Hilfreich sind auch Begegnungsmöglichkeiten nach dem Gottesdienst z.B. Kirchenkaffee. In der Jugendarbeit geht es im Gegensatz zur Schule nicht um kognitive Fähigkeiten und Leistung. Es geht vielmehr um Haltung und Gemeinschaft. Freizeiten der Evangelischen Bezirksjugend Wertheim sind jetzt auch inklusiv. Ute Schuhmacher berät gerne zu diesen Themen. Sie ist über das Büro der Evangelischen Schuldekanin Cornelia Wetterich in Wertheim zu erreichen. Dort kann auch ein Inklusionskoffer ausgeliehen werden.

Bezirksjugendreferent Alexander Kirchhoff war „Gastgeber“ am Tisch zu den „Digitalen Lebenswelten“. Interessanterweise sahen die jugendlichen Gesprächsteilnehmer auch Gefahren wie zum Beispiel die Abhängigkeit durch die Nutzung von sozialen Netzwerken und die Anonymität im Netz. Einige Jugendliche sagten: „Ich bin froh, dass es bei den Freizeiten der Bezirksjugend auch mal ohne Smartphone geht. Der persönliche Kontakt mit den anderen ist mir wichtiger.“ Die Angebote der Kirche müssen im Internet auffindbar sein. Im Kirchenbezirk Wertheim finden sich die Veranstaltungen der Jugend unter   www.ejuwe.de und die der Erwachsenen  unter www.kirchenbezirk-wertheim.de  Viele schätzen es, täglich einen Impuls zur Fastenzeit auf ihrem Handy lesen zu können. Andere haben die komplette Bibel als App auf ihrem Smartphone.

Ingrid Kachel, Beauftragte der Bezirksfrauen und selbst auch in der bezirklichen Kinder- und Jugendarbeit tätig, hatte mit den Jugendlichen an „ihrem“ Tisch über Kirche im ländlichen Raum gesprochen.

Das es in den einzelnen Gemeinden oft nur wenige Jugendliche sind, die sich nach der Konfirmation weiter treffen, sollten die einzelnen Jugendgruppen untereinander vernetzt sein. Dazu bedarf es eines hauptamtlichen Mitarbeiters. Es muss lokale und regionale Veranstaltungen geben. Damit die Jugendlichen die Veranstaltungen in der Region auch wahrnehmen können, wäre ein  Fahrtdienst hilfreich.

Die Ergebnisse des Diskussionsprozesses werden die Landesjugendsynodalen dann in Karlsruhe einbringen.

Nach dem Schwerpunktthema wurde aus den Gemeinden, Verbänden und Arbeitsgruppen berichtet. Einiges, das in den letzten Jahren angestoßen wurde, hat sich gut entwickelt: die „Wartberg Kids world“ im Kirchenzentrum, der Jugendtreff im Stiftshof „Freiraum“, Konfi3 in Tauberbischofsheim und Bestenheid für Kinder der dritten Klassen. Neu ist die Pfadfindergruppe in Tauberbischofsheim „Die Wilden Kaninchen“.

Auch aus dem Bereich der Schule gab es einiges zu berichten. Derzeit sammeln Schüler und Schülerinnen für die Tafeln in Tauberbischofsheim, Lauda und Wertheim. Schuldekanin Cornelia Wetterich zeigte sich erfreut darüber, dass die Aktion durch die Schulen so große Unterstützung erfährt. In Wertheim, voraussichtlich auch in Lauda, werden wieder Schülerbibeltage stattfinden. Das Thema ist in diesem Jahr David. Bemerkenswert ist auch das Projekt, das Cornelia Wetterich gemeinsam mit ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen durchführt. Ehrenamtliche aus ganz unterschiedlichen Bereichen von katholischer und evangelischer Kirche kommen mit den Schülern ins Gespräch und zeigen etwas von der großen Vielfalt, die es innerhalb der Kirche gibt.

Ekkehard Hüneburg gab einen Einblick in die Arbeit des Bezirkskirchenrates. Wie kann die Durchführung der Gottesdienste künftig sichergestellt werden? Und welche Gebäude braucht die Kirche, um ihre Arbeit in guter Weise tun zu können?

Derzeit sind die Vorbereitungen für den Ostergarten im vollen Gange. Bezirksjugendreferent Alexander Kirchhoff und sein Team haben wieder viele         Stationen vorbereitet, an denen alle Sinne angesprochen werden. Die Besucher tauchen in die Passionsgeschichte ein und gehen Jesu Weg mit vom Einzug  Jesu in Jerusalem bis hin zur Auferstehung an Ostern. Bei Interesse bei www.ejuwe.de anmelden. Der Ostergarten findet vom 1. bis zum 17. April im Gemeindehaus auf dem Reinhardshof statt. Offene Führungen sind am 6./ 7. April und am 13./14. April.