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Bezirksjugendsynode wieder mit regem Austausch

Eingereicht von p.herold am 29. Nov 2018 - 09:00 Uhr

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Die Vertreter der kirchlichen Jugendarbeit aus den Gemeinden, Verbänden und Arbeitsbereichen trafen sich zu ihrer Herbstkonferenz in Höhefeld im evangelischen Gemeindehaus. Heike Dinse, Pfarrerin in Höhefeld, begann mit einer Andacht. Anschließend führte Alexandra von Lindern durch die Sitzung. Die Delegierten berichteten aus ihren Gemeinden und Arbeitsbereichen.

In vielen Gemeinden des Kirchenbezirkes gibt es regelmäßig stattfindende Kindergottesdienstgruppen, die oft von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleitet werden.  In manchen Gemeinden wird es zunehmend schwieriger ein regelmäßiges Angebot am Laufen zu halten.  Deshalb werden auch neue Formate entwickelt. Beispielsweise in Tauberbischofsheim gibt es einmal im Monat den Aktionsnachmittag, der in der evangelischen Kindertagesstätte stattfindet. Drei- bis sechsjährige Kinder, auch aus anderen Kindergärten, können an diesem Angebot teilnehmen. Es gibt jedes Mal eine biblische Geschichte, die spielerisch vertieft wird. 15 bis 20 Kinder nehmen regelmäßig teil.

Außerdem gibt es in Tauberbischofsheim und Bestenheid Konfi3-Gruppen. Konfi3 ist ein zeitlich begrenztes Angebot. Drittklässler beschäftigen sich altersgerecht mit den Themen Kirche, Taufe und Abendmahl. Familiengottesdienste gehören auch dazu. In Königshofen gibt es Events wie zum Beispiel die Übernachtung im Gemeindehaus und die Kinderbibelwoche „Splash“ in den Sommerferien.  Bezirksjugendpfarrerin Laura Breuninger plant auch ein Nachmittagsangebot in der Grundschule, die sich direkt neben dem Gemeindehaus in Königshofen befindet. Auch im Kirchenzentrum Wartberg gibt es eine neue Kindergruppe, „Kids World Wartberg“. Alex Schuck und ein Team hat diese Gruppe angestoßen, die sehr gut angenommen wird. Besonders in der Advents- und Weihnachtszeit gibt es Aktionen in den Gemeinden. In den meisten Gemeinden werden Krippenspiele eingeübt und aufgeführt. In Waldenhausen gibt es das Adventssingen und in Vockenrot ist die Sternsinger-Gruppe ökumenisch.

Für alle Grundschüler aus Wertheim und aus Lauda gibt es die Schülerbibeltage. Die Klassenlehrerinnen und Lehrer kommen jeweils mit ihren Klassen in den Stiftshof beziehungsweise in das evangelische Gemeindehaus in Lauda. Die biblische Geschichte wird im Plenum präsentiert und in Kleingruppen vertieft.

Auch in der Jugendarbeit gibt es langjährige und neue Angebote, die gut besucht werden. Die Jugendmitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Wertheim treffen sich regelmäßig zum Mitarbeiterkreis mit Brunch mit Bezirksjugendreferent Alexander Kirchhoff oder einer Pfarrerin aus Wertheim.

Die Ten Sing Gruppe Wertheim bereitet sich gerade auf das Rockmusical zu ihrem Jubiläumskonzert am 10. November um 18.30 Uhr  in der Kembachtalhalle vor.

Im Jugendraum des Stiftshofes gibt es „First Friday“. Teenager treffen sich einmal im Monat  zu einem abwechslungsreichen Programm. Viel Spaß hatten die Jugendlichen bei „Schlag den Rab“.

Bezirksjugendreferent Alexander Kirchhoff hat in der Comenius Realschule in Wertheim ein Schülermentorenprogramm durchgeführt.

Dankbar zurückblicken konnten die Delegierten auf die Aufführung des Musicals „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“ von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice, eine erfolgreiche Kooperation zwischen Evangelischer Bezirksjugend und Bezirkskantorat Wertheim. Der Besuch an den vier Aufführungen war jeweils sehr gut. Für die Mitwirkenden war es ein tolles Erlebnis.

Konfi-Camp

Auch das Konfi-Camp ist den anwesenden Mitarbeitern in sehr positiver Erinnerung. 120 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus allen Gemeinden des Kirchenbezirkes trafen sich mit 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Jugendherberge Creglingen. Bezirkskonfirmandenpfarrerin Carolin Knapp, Bezirksjugendreferent Kirchhoff und Bezirksjugendpfarrerin Breuninger hatten das Konfi-Camp vorbereitet. Nach und nach wurden die anderen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbezogen. Die Konfirmanden erfuhren von Menschen aus der Bibel, die sehr mutig waren. Am zweiten Vormittag ging es um das Thema „Taufe“. Auch die Taufe will uns zu mutigen Menschen machen. In zahlreichen Workshops konnten die Teenager sich austoben oder auch kreative Sachen gestalten wie z.B. Paramente (Stoffbehänge für den Gottesdienst) bemalen oder Jonglierbälle herstellen. Ganzer Körpereinsatz war beim Selbstverteidigungstraining gefragt. Vier Trainer und eine Trainerin für Selbstverteidigung und Kampfsport waren aus Würzburg gekommen, um mit den Jugendlichen Selbstverteidigung zu üben, was auf sehr großes Interesse stieß.  Insgesamt wurde das Konfi-Camp als Bereicherung für die einzelnen Konfirmandengruppen, ihre Pfarrer  und für die zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter empfunden.

Ein wichtiges Angebot des Kirchenbezirkes sind die Jugendgottesdienste. Die nächsten Termine sind: 23. November in der Martin-Luther-Kirche Bestenheid, 26. Januar 2019 in der Emmausgemeinde in Wertheim und 16.3.2019  in der Friedenskirche in Lauda. Häufig wirkt die Jugendband bei den Gottesdiensten mit.

Die Delegierten überlegten, wo es überall Raum für Jugendarbeit gibt. Neben Kirchen und Gemeindehäusern wurden auch Schulen, Dorfgemeinschaftshäuser, Freizeiten und Spielplätze genannt.
Dieses Thema ist derzeit besonders aktuell, weil die Landessynode das Liegenschaftsprojekt beschlossen hat. Dazu gehört, dass die Badische Landeskirche ca. 30% der Finanzmittel einsparen möchte.  Diese Einsparungen betreffen vor allem die Gebäude. Gebäude binden regelmäßig hohe Kosten. Sie müssen erhalten bzw. saniert werden. Es gibt Reinigungs- und Heizkosten. Deshalb gibt es folgende Überlegungen: Wie stark sind unsere Gebäude ausgelastet? Wie soll die inhaltlich-theologische Arbeit der nächsten Jahre und Jahrzehnte aussehen? Welche Gebäude brauchen wir dafür?

Für die Mitglieder des Bezirkskirchenrates sind dies keine einfachen Fragestellungen. Bezirkskirchenrätin Christel Seitz, auch festes Mitglied der Jugendsynode, erklärte: „Ich frage mich bei all diesen schwierigen Entscheidungen: Was möchte Gott von uns? Ich sage diesen Satz auch mal mitten in einer Sitzung. Ich möchte euch Mut machen, dies ebenfalls zu tun.“

Das leitende Gremium der Bezirksjugendarbeit ist der Leitungskreis. Ihm gehören neben Bezirksjugendreferent Kirchhoff und Bezirksjugendpfarrerin Breuninger, Alexandra von Lindern, Yana Wenzler, Oskar Tag und Monika Ries an.  Pia Müller-Klingenbeck hat ihr Amt aus beruflichen Gründen niedergelegt. Karin Heneka aus Bestenheid wurde nachgewählt.

Der Bezirkskirchenrat möchte wissen, was die Jugendlichen bewegt. Deshalb gibt es ein Treffen zwischen Bezirkskirchenrat und dem Leitungskreis der Bezirksjugend, um den Austausch der beiden Gremien zu fördern und die Jugendarbeit zu stärken.

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